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Auch bei dieser Amazonenart gibt der Name Aufschluss über das Verbreitungsgebiet: Puerto Rico. Sie ist die einzige noch lebende Papageienart in den USA seit dem Aussterben des Karolinensittichs. Mit nur etwas mehr als 40 Tieren gehört die Puerto-Rico-Amazone zu den seltensten Vogelarten auf der Welt. Auch hier ist die Gefiederfärbung überwiegend grün, mit einem schwarzen Saum am Rand der Federn. Sie wird etwa 28 bis 30 cm groß und wiegt zwischen 250 und 300 Gramm. Damit ist sie ein verhältnismäßig kleiner Vogel der Amazonengattung. Im Jahr 2006 wurden etwa 44 Tiere geschätzt, was diese Amazonenart zu einer sehr bedrohten Art werden lässt. Die Population wurde sowohl durch starke Stürme als auch durch den Menschen (Fang für Ziervogelhaltung) immer wieder dezimiert. Puerto-Rico-Amazonen haben einen vielfältigen Speiseplan. Sie ernähren sich von Früchten, Blättern, Blüten, Rinde und auch Nektar. Da diese Amazonenart in Baumhöhlen brütet, ist sie abhängig von natürlich gewachsenen Wäldern mit hohem Bestand an alten Bäumen. Einen ausreichenden Lebensraum hat sie auf Puerto-Rico aufgrund der Niederwälder und wiederaufgeforsteten Waldregionen leider nicht. Puerto-Rico-Amazonen werden nur sehr selten als Haustier gehalten. Eine Zuchtstation auf Puerto-Rico bietet den Tieren Volieren mit 3 x 1,5 x 2,5 m (L x B x H) Größe. Diese Amazonenart ist sehr empfindlich und schwer einzugewöhnen. Wichtig ist auch hier eine Luftfeuchtigkeit von 60 bis 70 % und die Vögel sollten mehrmals in der Woche abgeduscht werden. Am besten reicht man ihnen ebenfalls Beschäftigungsmaterial zum spielen und knabbern. Auch die Jamaika-Amazone frisst in Menschenobhut vorwiegend Körnerfutter. Hier sollte ebenfalls Obst, Gemüse und Grünfutter angeboten werden.